Hardware Wetterserver Mini-ITX

Mini-ITX - Wetterserver
Wetterserver Mini-ITX
Modellname: VIA EPIA CN10000
Prozessor: VIA CN700 Northbridge, VIA VT8237R Plus Southbridge
Chipsatz: 1 DDR2 400/533 DIMM-Steckplatz; 1 GB Speichergröße
VGA: Integrierte VIA UniChrome™ Pro AGP-Grafik mit MPEG-2-Dekodierungsbeschleuniger
Erweiterungssteckplätze: 1 PCI
Onboard-IDE: 2 UltraDMA 133/100/66-Anschlüsse
Onboard-LAN: VIA VT6103 LAN-Controller
Onboard Audio: VIA VT1618 8-Kanal-AC'97-Codec
Onboard-TV-Ausgang: VIA VT1625M HDTV-Encoder
Back Panel I/O: PS2-Mausanschluss, PS2-Tastaturanschluss, serieller Port, VGA-Port, RJ45-Port, USB 2.0-Ports, Cinch-Anschluss, S-Video-Port, Audioanschlüsse
Onboard-I/O-Anschluss: USB-Anschluss für 4 zusätzliche USB-Anschlüsse 2.0-Ports, SATA-Anschlüsse, Front-Audioanschluss, CIR-Anschluss, LPT-Anschluss, CD-Eingang, ATX-Stromanschluss
BIOS: Award-BIOS
Betriebssystem: Windows 2000/XP, Linux, Win CE
Systemüberwachung & Verwaltung: CPU-Temperaturmessung, CPU-Spannungsüberwachung, Wake-on-LAN, Einschalten per Tastatur, Einschalten per Timer, Watch Dog-Timer, Lüftersteuerung, System-Energieverwaltung, Wiederherstellung nach Stromausfall
Formfaktor: Mini-ITX (4-layer); 17cm x 17cm

Die wichtigsten Eigenschaften sind ein geringer Energieverbrauch bei ausreichender Leistung, um die Wetterstations-, Wetterkamera- und weitere sekundäre Software betreiben zu können. Das Mainboard wird lüfterlos betrieben. Die Energieversorgung geschieht nicht wie vorgesehen über ein ATX-Netzteil, da es keine ATX-Netzteile mit einer Leistung unter 200W gibt. Beim gegebenen Wirkungsgrad der aktuellen ATX-Netzteile wäre die Verlustleistung des Netzteils größer als die Leistungsaufnahme des Rechnersystems. Das Mainboard wird daher mit einem DC/DC-Wandler und einem 12V Netzteil (bzw. Solarstromversorgung) betrieben. Der DC/DC-Wandler (120W max.) erzeugt die nach ATX-Standard notwendigen Spannungen und kann bei Leistungen unter 40W Dauerbelastung ohne Kühlkörper betrieben werden. Außer dem Mainboard, das praktisch komplett ausgerüstet ist (VGA, USB, Audio, Netzwerk, ...), ist nur noch eine 2,5" Notebookfestplatte (Western Digital 120GB) eingebaut, die ebenfalls einen geringen Strombedarf aufweist. Alle Komponenten, außer dem Netzteil, sind in einem Standard Elektronikgehäuse (ca. 290 x 60 x 200mm) eingebaut, das an der Ober- und Unterseite Lüftungsschlitze besitzt. Dies genügt für eine Kühlung des Mainboards über Konvektion durch das Gehäuse. Wenn keine Datenaufzeichnung stattfindet, befindet sich das Rechnersystem praktisch im Leerlauf. Die durchschnittliche Leistungsaufnahme in der vorliegenden Systemkonfiguration liegt bei ca. 14 W. Im Leerlauf liegt die Leistungsaufnahme unter 10 W. Der Wetterserver wird nicht direkt als Webserver genutzt. Die Daten werden via FTP auf einen kommerziellen Webspace eines Hostingservices in regelmäßigen Intervallen übertragen und aktualisiert.
Die Verwendung eines solchen "Mini-PC´s" ist insbesondere attraktiv wegen des geringen Energieverbrauchs und des absolut geräuschlosen Betriebs. Die Systemleistung liegt geringfügig unter der eines handelsüblichen Desktop-PC´s. Dies wird durch die geringere Taktung mit 1GHz und die Onboard-Grafikkarte verursacht. Daher sollte das Mainboard auch mit dem Maximalausbau von 1GB Ram betrieben werden. Die geringe Grafikleistung ist bei der geforderten Anwendung ohne Bedeutung. Die Kosten für ein solches System sind vertretbar, wenn ein Aufbau wie oben beschrieben gewählt wird. Wird auf ein kommerzielles Gehäuse verzichtet, reduziert dies die Kosten erheblich. Für diese Mainboards werden meist nur Designergehäuse für den Betrieb als Multimediastationen im Wohnbereich, oder Industriegehäuse angeboten, die dann mit internem oder externem Netzteil entsprechend teuer sind. Der komplette Eigenbau ist zwar zeitaufwendig, aber kostensparend und das System kann exakt so aufgebaut werden, wie es benötigt wird.