Informationen über die Wetterstation

Aktualisierungsintervall der Messwerte
Wetterdaten: 15min.
Wetterkamera: 15min.

Geografischer Standort

Ober-Mörlen, PLZ 61239 Gemeindewappen Ober-MörlenGemeindewappen
KFZ-Kennzeichen FB
Landkreis Wetterau
Regierungsbezirk Darmstadt
Bundesland Hessen
Deutschland

Geografische Koordinaten
50,3741° n.Br. 8,6953° ö.L. (50° 22' 26,76" 
n.Br. - 8° 41' 43,08" ö.L.)
Geografisches Bezugssystem: WGS 84
QTH-Locator: JO40II
Höhe des Standorts: 170m
ü.N.N.
Montagehöhe von Sensoren und Kamera: 180m ü.N.N.


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Geografische Lage
Ober-Mörlen liegt am westlichen Rand des Landkreises Wetterau, an der Grenze zum Hochtaunuskreis und damit an der Ostflanke des Taunus. In südlicher Richtung liegt in ca. 40km Entfernung Frankfurt am Main, 30km nördlich befindet sich Gießen. In direkter Nachbarschaft liegt die Kurstadt Bad Nauheim und die Kreisstadt Friedberg (Hessen).

Allgemeine Daten aus Geologie, Vorgeschichte und Neuzeit
Die Wetterau, eine Region nördlich von Frankfurt/Main östlich des Taunus und südwestlich des Vogelsberges, ist eine Schwächezone der Erdkruste, in der sich im Tertiär eine weitläufige Senke bildete. Durch diesen Umstand bildeten sich im Tertiär ausgedehnte Sedimentschichten, die auch im Quartär durch die vorangegangene Senkenbildung erhalten blieben. Diese Schichten bestehen vorwiegend aus Löß, einem feinen Lockergestein aus Kalk, Quarz und anderen Mineralien, der während der Kaltzeiten durch Windströmungen herangetragen und in mächtigen Schichten von bis zu 6m abgelagert wurde. Auf diesem Löß entwickelten sich sehr ertragreiche Böden. Daher ist die Wetterau eine der fruchtbarsten und ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, die bereits früh weitflächig intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde. In einigen Becken und Senken hat sich neben dem Löß auch Braunkohle gebildet, die bereits in der Frühzeit im Tagebau gewonnen wurde. Die Kohleförderung in der Wetterau wurde 1991 eingestellt. Archäologische Funde datieren die Besiedlung der Region auf das Altneolithikum (Bandkeramische Kultur ca. 5000 v. Chr.). Die erste urkundliche Erwähnung der Region erfolgte im Jahr 779 n. Chr. im Lorscher Codex (heutige Gemeinde Ober-Mörlen 
Dokument 3009 - 27. Mai 790 n. Chr. Moruller Marca "Gemarkung des Mohren" vergl. Gemeindewappen; Übersetzung nicht vollständig gesichert auch "Gemarkung Mariens" ). Der Lorscher Codex ist u.a. als anachronistisches Grundbuch anzusehen, in dem Kauf, Tausch und Schenkung von Grundbesitz festgehalten wurde. Die Eintragungen sind nur Kurzfassungen der eingentlichen Dokumente, die nicht mehr existieren. Für viele Gemeinden zwischen Mannheim und Frankfurt, bzw. Wiesbaden und Aschaffenburg ist der Lorscher Codex die erste urkundliche Erwähnung. Das Originaldokument des Lorscher Codex wird im bayerischen Staatsarchiv Bereich Unterfranken in Würzburg aufbewahrt. Die historische Prägung der Region durch die Landwirtschaft geht heute immer mehr zurück. Die verkehrsgünstige Anbindung an das Rhein-Main Gebiet bewirkte eine verstärkte Ansiedlung von Industriebetrieben und die Entwicklung als Erholungs- und Urlaubsregion durch die Nähe zum Taunus (Naturpark Hochtaunus) und die gute Erreichbarkeit mit Auto, Bus und Bahn. Ober-Mörlen besteht aus zwei Ortsteilen (Ober-Mörlen und Langehain/Ziegenberg), dem ehemaligen Wochenendgebiet Maiberg und dem Hofgut Hasselheck mit insgesamt 37km² Fläche und besitzt ca. 6000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswert ist die Ober-Mörler Schlossanlage, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1589, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Auf dem Gemeindegebiet, als ehemals römisches Territorium, befinden sich einige Wachtürme und Kastelle aus der Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes ist an vielen Stellen in der näheren Umgebung noch heute gut sichtbar.
Regelmäßige kulturelle Veranstaltung in Ober-Mörlen ist die Fastnacht und das Dorffest auf dem Schlossgelände.

 
Hardware
Davis Vantage Pro 2 Plus
Davis Vantage Fan-Aspirated Radiation Shield
Davis WeatherLink Data Logger
Varia Server ALIX.1E
LevelOne FCS 5051 2MP

Informationen zu den Sensoren, Messgenauigkeit, Kalibrierung und Messbedingungen.

Software
Linux
Meteohub
WsWin

Stationshistorie

Die Wetterbeobachtung begann ca. 1985, ausgelöst durch ein schulisches Wahlpflichtfach Wetter und Klima, mit ausschließlich physikalisch-mechanischen Instrumenten. Die elektronische Wetterstation mit Komponenten aus dem WS System von ELV und den Basissensoren wurde seit 1995 betrieben. Später wurden Sensoren aus Eigenentwicklung (Regenmesserheizung, aktive Belüftung Temperatursensor, Regen-Sofortmeldung, Bodentemperatur, Beleuchtungsstärke) und zusätzliche Temperatur-/Feuchtesensoren für verschiedene Messorte und Messhöhen ergänzt. Der Helligkeitsensor wurde erst mit der Einführung des PC-Wettersensor-Empfängers betrieben, da dieser Sensor mit der Basisstation WS 3000 nicht angezeigt werden konnte. Die Zusammenführung der verschiedenen Medien (Wetterdaten, Wetterkamera, Satellitenbilder) erfolgte erst mit der Einrichtung dieser Webseiten im Jahr 2007. Die Messdaten der Sensoren wurden dabei mit einem separaten Empfänger mit serieller Schnittstelle parallel zur WS 3000 empfangen. Als PC-System war ein VIA Mini-ITX mit konventioneller Notebook Festplatte und der Software WsWin im Einsatz. Zu Testzwecken wurde parallel eine Aufzeichnungs- und Auswertesoftware verwendet, die unter LabVIEW programmiert wurde. Von 2009 bis 2012 erfolgte ein Parallelbetrieb mit einer kleineren WS 1500 Station in Weiden (Oberpfalz), deren Daten auf der gemeinsamen Webseite veröffentlicht wurden. Auf Grund des hohen Alters von WS Station und Sensoren und den damit stetig zunehmenden Betriebsstörungen, sowie einer praktisch nicht mehr bestehenden Ersatzteilversorgung, wurde der Betrieb im Jahr 2012 vorübergehend eingestellt.
Am neuen Standort ging die Station Davis Vantage Pro 2 Plus mit komplett neuer Ausrüstung im Jahr 2013 wieder in Betrieb. Zur Datenaufzeichnung wird ein ALIX.1E Server unter Linux mit Meteohub verwendet. WsWin wird weiterhin für die Aufbereitung der Archivdaten eingesetzt. Als Wetterkamera wird eine LevelOne
FCS 5051 LAN IP-Überwachungskamera für den Außenbereich verwendet.