Informationen über die Messstation

Aktualisierungsintervall der Messdaten
Wetterdaten: 15min.
Wetterkamera: 15min.
Satellitenaufnahmen: periodisch während des Satellitenüberflugs unabhängig von Sensor und Aufnahmewinkel

Geografischer Standort

Ober-Mörlen, PLZ 61239 Gemeindewappen Ober-MörlenGemeindewappen
KFZ-Kennzeichen FB
Landkreis Wetterau
Regierungsbezirk Darmstadt
Bundesland Hessen

Geografische Koordinaten
50° 22' n. Br., 08° 41' ö. L. (50,367° n. Br. 08,683° ö. L. dezimal), 175m ü. N. N. nach WGS 84 Standard
QTH-Locator: JO40II


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Physikalische Informationen: Lokale Fallbeschleunigung: g = 9,810593 m/s² ± 0,000041
m/s² (k = 2, p = 95%)
[Quelle und Copyright ©: Physikalisch-Technische Bundesanstalt, Braunschweig, Gravity Information System (SIS)]

Geografische Lage
Ober-Mörlen liegt am westlichen Rand des Landkreises Wetterau, an der Grenze zum Hochtaunuskreis und damit an der Ostflanke des Taunus. In südlicher Richtung liegt in ca. 25km Entfernung Frankfurt am Main, 30km nördlich befindet sich Gießen. In direkter Nachbarschaft liegt die Kurstadt Bad Nauheim (5km) und die Kreisstadt Friedberg (Hessen).

Allgemeine Daten aus Geologie, Vorgeschichte und Neuzeit
Die Wetterau, eine Region nördlich von Frankfurt/Main östlich des Taunus und südwestlich des Vogelsberges, ist eine Schwächezone der Erdkruste, in der sich im Tertiär eine weitläufige Senke bildete. Durch diesen Umstand bildeten sich im Tertiär ausgedehnte Sedimentschichten, die auch im Quartär durch die vorangegangene Senkenbildung erhalten blieben. Diese Schichten bestehen vorwiegend aus Löß, einem feinen Lockergestein aus Kalk, Quarz und anderen Mineralien, der während der Kaltzeiten durch Windströmungen herangetragen und in mächtigen Schichten von bis zu 6m abgelagert wurde. Auf diesem Löß entwickelten sich sehr ertragreiche Böden. Daher ist die Wetterau eine der fruchtbarsten und ältesten Kulturlandschaften Deutschlands, die bereits früh weitflächig intensiv landwirtschaftlich genutzt wurde. In einigen Becken und Senken hat sich neben dem Löß auch Braunkohle gebildet, die bereits in der Frühzeit im Tagebau gewonnen wurde. Die Kohleförderung in der Wetterau wurde 1991 eingestellt. Archäologische Funde datieren die Besiedlung der Region auf das Altneolithikum (Bandkeramische Kultur ca. 5000 v. Chr.). Die erste urkundliche Erwähnung der Region erfolgte im Jahr 779 n. Chr. im Lorscher Codex (heutige Gemeinde Ober-Mörlen 
Dokument 3009 - 27. Mai 790 n. Chr. Moruller Marca "Gemarkung des Mohren" vergl. Gemeindewappen; Übersetzung nicht vollständig gesichert auch "Gemarkung Mariens" ). Der Lorscher Codex ist u.a. als anachronistisches Grundbuch anzusehen, in dem Kauf, Tausch und Schenkung von Grundbesitz festgehalten wurde. Die Eintragungen sind nur Kurzfassungen der eingentlichen Dokumente, die nicht mehr existieren. Für viele Gemeinden zwischen Mannheim und Frankfurt, bzw. Wiesbaden und Aschaffenurg ist der Lorscher Codex die erste urkundliche Erwähnung. Das Originaldokument des Lorscher Codex wird im bayrischen Staatsarchiv Bereich Unterfranken in Würzburg aufbewahrt. Die historische Prägung der Region durch die Landwirtschaft geht heute immer mehr zurück. Die verkehrsgünstige Anbindung an das Rhein-Main Gebiet bewirkte eine verstärkte Ansiedlung von Industriebetrieben und die Entwicklung als Erholungs- und Urlaubsregion durch die Nähe zum Taunus (Naturpark Hochtaunus) und die gute Erreichbarkeit mit Auto, Bus und Bahn. Ober-Mörlen besteht aus zwei Ortsteilen (Ober-Mörlen und Langehain/Ziegenberg), dem ehemaligen Wochenendgebiet Maiberg und dem Hofgut Hasselheck mit insgesamt 37km² Fläche und besitzt ca. 6000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten und Kultur
Sehenswert ist die Ober-Mörler Schlossanlage, ein Renaissancebau aus dem Jahre 1589, in dem heute die Gemeindeverwaltung untergebracht ist. Auf dem Gemeindegebiet, als ehemals römisches Territorium, befinden sich einige Wachtürme und Kastelle aus der Römerzeit. Der römische Grenzwall Limes ist an vielen Stellen in der näheren Umgebung noch heute gut sichtbar.
Regelmäßige kulturelle Veranstaltung in Ober-Mörlen ist die Fastnacht und das Dorffest auf dem Schlossgelände.

 
Klimadaten der Region
Klimaaufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes für benachbarte Orte (1961-1990):
Ort/Messgröße H. ü.N.N. Breite Länge Jan. Feb. Mrz. Apr. Mai Jun. Jul. Aug. Sep. Okt. Nov. Dez. Jahr
Temperatur in °C                                
Bad Nauheim 142m 50°22' 08°45' 0,3 1,2 4,6 8,5 12,5 16,0 17,6 17,1 13,8 9,1 4,3 1,4 8,9
Gießen 186m 50°35' 08°41' 0,3 1,3 4,7 8,5 13,1 16,4 18,1 17,5 14,1 9,5 4,4 1,4 9,1
Niederschlag in l/qm                                
Bad Nauheim 142m 50°22' 08°45' 45,1 42,6 44,8 45,3 56,8 72,1 59,6 61,6 47,7 47,7 53,0 59,4 635,6
Friedberg 158m 50°19' 08°44' 46,8 41,3 46,0 46,7 52,6 66,8 54,2 58,6 48,1 48,9 54,7 58,0 622,8
Butzbach - OT Kirch Göns 238m 50°28' 08°39' 49,6 38,9 49,9 47,0 65,0 68,4 55,1 61,3 46,0 47,1 57,2 61,1 646,6
Gießen 186m 50°35' 08°41' 46,5 41,7 49,2 46,3 64,7 65,5 58,4 58,6 49,0 50,5 60,0 62,2 652,6
Sonnenscheindauer in h
Gießen 186m 50°35' 08°41' 36,2 70,7 109,9 159,6 200,8 202,9 214,3 195,1 142,4 97,1 42,0 33,1 1504,2
[Quelle und Copyright ©: Deutscher Wetterdienst (DWD)]
Klimarechner WetterOnline (1990-2007):
Mittlere Jahrestemperatur ~9°C (max. ~14°C, min. ~6°C); Mittlere Jahresniederschlagmenge ~650l/qm; Mittlere Anzahl der Tage mit Niederschlag ~175d; Mittlere Anzahl der Tage mit Frost ~60d; Mittlere Anzahl der Tage mit Schneefall ~17d; Mittlere Jahressonnenstunden ~1400h; Mittlere Windgeschwindigkeit ~10km/h; Vorherrschende Wind- und Wetterrichtung Süd/Südwest/West. [Quelle: WetterOnline]

Hardware
WS 3000 - Mikrocontroller Basisstation zur Anzeige der Messdaten
PC-Wettersensor-Empfänger - Empfängt die Sensordaten parallel zur WS 3000
Sensorrepeater - Verbessert die Übertragungssicherheit Sensordaten
S 2001 A-1 - Funk-Temperatur-/Feuchte-Außensensor mit Solarzelle

S 2001 IA - Funk-Innen-/Außen-Temperatur Sensor (mit 1,5m Sensoranschlussleitung)
S 2001 I - Funk-Innen-Temperatur-/Feuchtesensor
S 2500 H - Funk-Helligkeits Sensor
S 2000 W - Funk-Wind Sensor
S 2000 R - Funk-Niederschlags Sensor
NSA 2000 - Funk-Niederschlagsanzeiger
S 2001 ID - Funk-Innensensor
LE-116s - Digitale Videokamera 752x582 Pixel mit Sony® 1/3" CCD S11x DSP 4103 Chip
Digi-Lan - Videoserver für Überwachungskameras
R2FX - Wettersatelliten Empfänger mit Antennendiversity
Mini-ITX - Wetterserver

Software
Meteolog - Software zum verarbeiten der Sensordaten von Andreas Geck programmiert mit LabVIEW®
WsWin - Software zum verarbeiten der Sensordaten von Werner Krenn
WXtoImg - Dekoder-Software für Satellitenbilder von Abstract Technologies New Zealand
Zubehör - Software und Utilities zum Betrieb des Wetterservers

Stationshistorie
Stationskoordinaten: 50° 22' 25'' n.Br. - 08° 41' 22'' ö.L.
(50,3736° n. Br. 08,6894° ö. L. dezimal) - 175m ü. N. N. nach WGS 84 Standard laut GPS Messung.
Die elektronische Wetterstation mit den Basissensoren wird seit 1998 betrieben. Vorher kamen ausschließlich physikalisch-mechanische Instrumente zum Einsatz. Später wurden die Sensoren aus Eigenentwicklung und die zusätzlichen Temperatur-/Feuchtesensoren für verschiedene Messorte und -höhen ergänzt. Der Helligkeitsensor wird erst seit Verwendung des PC-Wettersensor-Empfängers betrieben, da dieser Sensor mit der Basisstation WS 3000 nicht angezeigt werden kann. Die Zusammenführung der verschiedenen Medien und die Aufnahme des Betriebs der Wetterkamera erfolgte erst mit der Einrichtung dieser Webseiten.